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alexandertechnik

„Im Unterrichtsbereich sollte all unser Bemühen darauf abzielen, Bedingungen zu schaffen, die ein lebenslanges Wachstum ermöglichen, Bedingungen also, welche den Stillstand als Begleiterscheinung festgelegter Gewohnheiten verunmöglichen.“ F.M.Alexander

 

Alexander beschreibt hier eine Situation in einer Einzelstunde:

„Nehmen wir einmal an, der Lehrer versucht, die Fehlanpassung eines Schülers zu verändern, und sagt diesem, er solle eine Kniebeuge machen. Der Schüler, der bei den Worten des Lehrers nur an das „Ziel“ denkt und daran, dass er es richtig machen will (was er eben bezüglich Kniebeugen unter „richtig machen“ versteht), nimmt die Kniebeuge so vor, wie er sie immer vornimmt, nämlich mit unnötiger Anspannung und grossem Druck, indem er sein Gleichgewicht stört, seine Wirbelsäule verkürzt (durch Hohlkreuz) und seinen Hals versteift. Und so erreicht er das Ziel (Kniebeuge), jedoch auf Kosten einer ungebührlichen Anspannung und eines nachteiligen Gebrauchs seines Organismus.

(...)Nehmen wir einmal an, der Lehrer ist dem Schüler bei der Kniebeuge behilflich(...), nachdem er ihn auf den nachteiligen Selbstgebrauch bei der Kniebeuge aufmerksam gemacht hat, und nehmen wir ferner an, dass er den Schüler dazu bringt, die Knie mit dem generellen Gebrauch seiner Mechanismen bestmöglich zu beugen. Wenn das geschieht, wird die Kniebeuge eine für diesen Schüler in jeder Hinsicht neue Aktivität, die ihm ein neues Gefühl vermittelt."