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alexandertechnik

"Es ist nicht irritierend, zu sein, wo man ist. Es ist nur irritierend zu denken, man wäre gern irgendwo anders." John Cage, Silence

 

Es gibt in uns natürliche Mechanismen, die uns helfen uns als integres, harmonisches Ganzes durch´s Leben zu bewegen. Unter natürlichen Bedingungen sehen wir das bei kleinen Kindern – alles fliesst, entwickelt sich, sie sind begierig neues zu lernen und bei der kleinsten Bewegung ist von den Augen bis zum kleinen Zeh alles  integriert.

Doch schon bald lernen auch sie, zu intervenieren in diese natürlichen Prozesse. Und so haben wir uns als Erwachse in den allermeisten Fällen  wegentwickelt von diesem Zustand des Seins hin zu einem Zustand des  ständigen Versuchens, „es“ richtig zu machen, indem wir tun, tun, tun...

Wenn wir etwas Falsches tun, wäre die einzig logische Konsequenz aufzuhören mit dem „Tun“ - und, um Alexander zu zitieren:

„Wenn du mit dem Falschen aufhörst, tut sich das Richtige von selbst.

Das heisst, obwohl Menschen in die Alexandertechnik Stunde kommen, weil sie natürlich ein bestimmtes Ziel damit verfolgen, geht es zunächst einmal nicht darum ein Ziel zu erreichen (Gesundheit, Schmerzfreiheit, Effektivität, Freiheit...), sondern um einen Prozess, in dem die Mittel, mit denen wir ans Ziel kommen wichtiger sind als das Ziel selbst. Ein Prozess, der die Basis bildet für ein integres Selbst, nicht nur im Sinne einer Übereinstimmung unserer Werte mit unserem Handeln, sondern einer harmonischen Ganzheit aus Körper, Emotion, Verstand.

Integriere. Sei all das was du schon immer warst, indem du innehaltest, und aufhörst mit dem was du dir angewöhnt hast zu tun, und du wirst dein Ziel als eine logische Konsequenz erreichen, so wie der Apfel vom Baum und der Regen vom Himmel fällt.