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Donnerstag, 22. Mär 2012

was der frühling mit der alexandertechnik, dem vertrauen, darwin deez und der demokratischen bank zu tun hat...

gestern war tag und nacht-gleiche, frühlingsbeginn! und ich lade euch ein, mit mir einen kurzen frühlingsspaziergang zu machen, quer durch mein universum...

gleich zu beginn ein grünes pflänzchen von khalil gibran:
„wie samen, die unter der schneedecke träumen, träumen eure herzen vom frühling. vertraut diesen träumen, denn in ihnen verbirgt sich das tor zur unendlichkeit."
jede/r von uns hat diese träume vom frühling im weitesten sinne, für uns selbst, und für die welt. ihnen zu vertrauen  - auch wenn wir es alle miteinander nicht gelernt haben, wie das geht - ist alles was wir haben, glaube ich. und ist es nicht umso wichtiger, dieses vertrauen-haben, inmitten unserer gegenwärtigen medialen dauerbe-krise-lung? was in unseren gehirnen vor sich geht, wenn ständig um uns herum unsicherheit und angst geschürt wird, erklärt gehirnforscher gerald hüther hier sehr anschaulich. was hat aber vertrauen -haben mit der alexander technik zu tun?
die meisten von uns sind so aufgewachsen, dass sie gelernt haben, ihren körperlichen, emotionalen und geistigen impulsen nicht zu vertrauen. was sich richtig angespürt hat, wurde von erwachsenen als falsch erklärt. so passiert es, dass sich mit der zeit richtig anspürt, was in wirklichkeit falsch ist, und dass wir uns "gerade" fühlen, wenn wir  in wirklichkeit "schief" sind. F.M.Alexander war bestürzt, als er das erkannte, aber doch voller hoffnung: "wenn es möglich ist“, so schrieb er, „dass die empfindung als mittel zur selbststeuerung unzuverlässig werden kann, dann sollte es auch möglich sein, ihre zuverlässigkeit wiederherzustellen.“
in meiner arbeit geht es mir darum, wieder ganz bewusst und vom oberen stübchen aus gesteuert vertrauen aufzubauen in unsere natürlichen körpermechanismen - das sind durchwegs ganz schön frühlingshafte erfahrungen. und die hören dann im idealfall nicht bei uns auf, sondern expandieren in unser persönliches umfeld und in die grosse weite welt hinaus. gelebte spiritualität? ich find schon...und dazu gibts ein weiteres vielversprechendes pflänzchen...und noch eins für wienerInnen!
in diesem sinne: springt, springt in den frühling, denn er lässt sich nicht aufhalten!

ps: coco chanel´s antwort auf khalil gibran: „Ich bin gegen Mode, die vergänglich ist. Ich kann nicht akzeptieren, dass man Kleider wegwirft, nur weil Frühling ist."